Mozart in der Mongolei? Was sich bislang eher fremd war, haben fünf Musiker des Amadeus Kammerorchester jetzt zusammen gebracht: Die Mitglieder der Dortmunder Philharmoniker sind als klangstarke Botschafter in die Hauptstadt Ulaanbaatar geflogen – mitten in ein Abenteuer.
„Wir sind alle ziemlich durcheinander zurückgekommen. Das waren überwältigend viele Eindrücke“, sagt Dirigent Felix Reimann, der kaum aufhören kann, von der Reise in die Mongolei zu erzählen, von der die Musiker erst vor wenigen Tagen zurückgekehrt sind.
Zustande kam der ungewöhnliche Austausch auf denkbar banale Weise: Felix Reimann besuchte ein Konzert mongolischer Sänger in Köln – und war so begeistert, dass er deren Manager einfach ansprach. Was ihm die Erkenntnis brachte, dass in Ulaanbaatar eine Musikhochschule und ein dreispartiges Theater existieren – in dem er und Bratschist Johannes Hobbing im Januar die „Zauberflöte“ mit aufführten. Ein Erlebnis, das sie mit der Idee infiziert hat, Mozart und die Mongolei näher zusammenrücken zu lassen: Der 2,8 Millionen Einwohner starke Staat stand lange unter kommunistischer Herrschaft – entsprechend ist den Musikern vor allem russisches Repertoire vertraut.
